La Casa de Cielo Azul

Im CieloAzul-Haus treffen wir uns jeden Freitag Nachmittag und nach der ersten Dusche und einer Standard-Packung Oreos für 25 Centavos halten wir unsere wöchentliche Reunión mit allen CieloAzul- Mitgliedern  ab. Da tauschen wir uns dann über Unterrichtsmethoden und Zukunftspläne aus und können uns bei unseren Teamern beschweren, wenn uns irgendwas nicht passt.

Wohnen tun wir aber (nur) zu 14. in dem Haus. Drei Freundinnen und ich haben uns natürlich erstmal das beste Zimmer mit nur 4 statt 6 Betten und einem Fenster geschnappt. Purer Luxus!
Freitag Abend kochen wir dann meistens alle zusammen und gehen dann in unsere Stammkneipe, das Fauno, um entweder die beste heisse Schokolade oder einen superbilligen Cuba Libre zu trinken.

Das restliche Wochenende vergeht dann auch immer wie im Fluge . Wir gehen shoppen auf dem Samstags-Markt,bereiten Unterricht vor, essen ganz viele Süssigkeiten, waschen Wäsche (bzw. Cathy und ich lassen uns auch gern mal die Wäsche für einen Dollar von Stephi waschen…) und abends gehen wir dann nochmal in eine der zwei Diskotheken in Otavalo, in denen wir bis jetzt immer viel Spass hatten.

So ungefähr sehen unsere Wochenenden aus, die wir nicht damit verbringen, durchs Land zu reisen.

 

Otavalo

Otavalo ist klein aber fein. Ich fühl mich echt super wohl hier! Im Reiseführer wird Otavalo hauptsächlich wegen dem grossen Indígena-Markt genannt, der jeden Samstag die Strassen der Stadt füllt. Dort kann man sich dann mit allem Möglichen von coolen Streifen-Chiller-Hosen bis zu Ohrringen und Taschen in allen möglichen Variationen eindecken. Und das alles zu Chicitito-Preisen (kleine Preise). Man gewöhnt sich leider viel zu schnell an die Preise hier, so dass uns ein Paar Ohrringe für 2 Dollar schon zu teuer ist und wir weitergehen, wenn die Leute nicht mit sich handeln lassen.

Ausserdem gibt es in Otavalo tausende von kleinen Tante-Emma-Läden (in unserer Nähe haben wir ca. 5 Stück), wo man alles bekommt, ausser Nutella!

Bei diesen Läden sind wir mittlerweile auch Stammkunden, weil wir dauernd zu faul sind, in den nächsten Supermarkt zu laufen. Und wenn wir dann in die Stadt wollen und immer noch faul sind, teilen wir uns einfach zu 4. ein Taxi, was 25 Centavos für jeden bedeutet. Der Strassenverkehr ist auch doch ein bisschen anders hier. Es gibt so gut wie gar keine Ampeln und wenn man dann eine Kreuzung überqueren will, hupt man einfach einmal laut (meistens ohne anzuhalten). Ausserdem gibt es superviele Einbahnstrassen (un vía), so ungefähr die Hälfte der Strassen in Otavalo, die aber auch nicht wirklich ausgeschildert sind. Also, um hier Auto zu fahren, muss man sich schon auskennen.

Aber meistens laufen wir sowieso, dauernd Taxi fahren wird auch hier teuer.
Ja und für die Nächte bietet Otavalo zwei Diskotheken, das Jampta und das Jala-Jala. Beide in einer Strasse, beide die gleichen Preise, beide die gleiche Musik. Die Musik besteht aus Reaggeton, Indígena- Musik, Salsa, HipHop und House. Eine lustige Mischung!

Noch auffällig in Otavalo sind die viele Starssenhunde, die man eigentlich überall antrifft und die wohl alle früher oder später verhungern werden…

Das ist wohl die einzig doofe Seite an Otavalo, denn abgesehen davon verbringen wir unsere Wochenenden hier in einer Stadt, in der man sich nur wohl fühlen kann!